Kapitel 6

Okay, okay. Ich dachte so übern Urlaub und so, da staut sich einiges zusammen. Aber für das aktuelle Kapitel habe ich einen Batzen zu berichten. Ich habe einen freien Nachmittag genutzt und abgefüllt, umgefüllt und angesetzt. Ein paar coole Sachen sind dabei rum gekommen und ebenfalls ein kleines Video.

 

P.S.: Auf Facebook bin ich jetzt auch :-D

Himbeere in Grob und Fein.

Angefangen habe ich mit dem Fass Himbeer Met. 12l Volumen im Fass, letztlich ca. 10 Liter die bereit waren abgefüllt zu werden.

Und um den ganzen noch einen drauf zu setzen, habe ich mir eine Filteranlage zum pumpen bestellt. Nach dem Säubern, etc. floss dann das erste Mal Met durch die Filter. Vorab habe ich mich in Facebook Gruppen, Youtube und Google generell schlau gemacht. Neben der Pumpanlage war auch noch eine elektronische Anlage im Rennen. Eigentlich zum Ölfiltern gedacht, wurde mir diese wärmstens empfohlen. Doch aufgrund der Menge an Filter und so, hätte ich mit meinen kleinen Fässern einen zu großen Verlust an Wein gehabt, dass es sich nicht gelohnt hätte. Preislich war die elektronisch sogar günstiger. Aber was hätte ich dann davon gehabt?

 

Ich nutzte also meinen Pumpfilter. Zuerst mit groben Scheiben, dann die Feinen. Beim montieren der groben Scheiben wunderte ich mich noch, dass sich die Schrauben so schwer montieren ließen, dachte mir aber nicht dabei, denn alles klappte wie am Schnürchen.

Dann viel mir beim Einsetzen des feinen Filters auf, dass die Schrauben falschherum verschraubt wurden. Also machte ich es dieses Mal natürlich richtig rum und hoffte das beste. Aber dieses Mal ging viel Met daneben, das frustrierte und ich konnte die Schrauben so feste anziehen wie ich wollte, bis letztlich nichts mehr ging. Ärgerlich!

Beim nächsten Mal filtern, werde ich die Schrauben wieder falsch rum verschrauben, mal gucken ob das Glück war oder ob der Filter dann tatsächlich dichter ist.

 

Schließlich füllte ich dann den Himbeer Met in 8x 0,5l Flaschen und 16x 0,33l Flaschen ab und hab so 9,28l Himbeer Met im Keller, plus ein kleine Flasche mit Korken, welche eine extra Reife bekommt.

Teer Met?

Ein Fass leer, was macht man dann? Genau! Neuen Met ansetzen. Auch hier hatte ich einiges recherchiert und bestellte mir für meinen "Karamell- Malz Met" Karamell Malz. Ich habe den Malz geschrotet und in zwei Fuhren sehr langsam ausgekocht, zum Schluss hatte ich im Top eine echt dunkle Pampe, welche vom Geruch stark an ein Brot erinnerte.

Insgesamt 7l Wasser, wo die Malz- Brühe schon eingerechnet ist, 1l naturtrüber Apfelsaft und 3,5kg Honig. Hier habe ich zum ersten Mal die Burgunderhefe ausprobiert, mit nem Löffel Nährsalz.

Nach wenigen Tagen staunte ich nicht schlecht, denn der Met war gut am blubbern, als ob unter dem Fass ein Feuer ist. Zum ersten Mal war ich auch sehr froh über den Gährspund, noch nie zog ein Met so viele Fruchtfliegen an. Ich habe auch mal am Met gerochen, der erste Eindruck ist nicht schlecht.

Auf Youtube habe ich ein Video gesehen, da wurde der Malz Met mit Malzextrakt angesetzt, dass gefiel mir nicht so gut, ich bin sehr stolz, auf den ausgekochten/ gebrauten Geschmack. Achja... Und nach Karamell riecht es absolut nicht. Schade.

Der widerspenstigen Trübstoffe

Der Schoko Met klärte sich relativ gut, auch wenn sich viel am Boden absetzte, war der Met zum Teil noch recht trüb. Auch den Schoko Met wollte ich filtern, aber nicht mit der Anlage. Hier hätte ich dann kaum etwas übrig gehabt, von meinem kleinen Gärballon (5l).

Doch beim ausschütten aus dem Ballon (kein Ablasshahn), mischten sich die Trübstoffe am Boden immer wieder in den Met, also füllte ich alles in ein drittes Fass, wo sich die Trübstoffe nun absetzen können und die Tage fülle ich dann halt ab.

 

Dann steht da natürlich noch der BBQ- Met, das Gemüse verliert seine Farbe, der Met selber klärt sich von alleine sehr ordentlich. Riecht irgendwie ungewöhnlich, aber ich bin weiter überzeugt davon. Es bleibt spannend.

Aus alt mach neu

Im Keller hatte ich noch Flaschen von meinem ersten Metversuch... Der scheiterte... Wie schon erwähnt, war ich viel zu ungeduldig, ließ dem Met keine Zeit zu ruhen und zum klären. So füllte ich trüben Hefereichen Met ab, der immer wieder für sprudelnde Überraschungen beim öffnen sorgte.

Vier Flaschen normalen Met und zwei Lakritz Met (Darkclaw) Flaschen. Ich habe beide in größere Flaschen umgefüllt,, jeden für sich und Fliegensicher verschlossen, aber so, dass die Kohlensäure entweichen kann. Jetzt heißt es weiter warten. Den Lakritz Met habe ich die Tage noch mal mit 15%igem Kieselsol versetzte, eine Klärung ist endlich sichtbar. Den klassischen Met habe ich mit etwas aufgelöstem Honig aufgegossen, so dass dieser nicht mehr so dünn ist. Nach ein paar Tagen kam ein großer Gärspund, der super in die 2l Flasche passt, jetzt kann der Met da zu ende gären. Eine schöne Flasche zum Abfüllen habe ich auch schon, der Klassische kommt in eine leere Whisky Flasche, welche vom Geschmack schon gelöst wurde.

Abgezogen und umgezogen

Der Ananas Met wurde zum ersten Mal abgezogen, hat immer noch einen sehr beißenden Geruch (wie damals der Himbeer Met), aber heute mache ich mir weniger Sorgen darum, ich lasse das Fass dann einfach in Ruhe da stehen. Nach ein paar Tagen Ruhe, schmeckte der Met aber noch grausig. Dann werde ich wohl noch was warten.

Beim abziehen, bzw. umziehen ins andere Fass, flossen viele Sultaninen mit, ich hatte den groben Filter für den Trichter vergessen. Ich hab das aber nun so gelassen und noch mal eine Hand voll Sultaninen ins Fass geworfen. Demnächst ziehe ich dann auch die Sultaninen ab. Da so viel Fruchtanteil im Fass war, ist das enthaltene Volumen im Fass ganz schön geschröpft. Sind nun sicher nur noch acht bis neun Liter im Fass, aber beim nachsüßen werde ich noch mal was aufschütten.

Sweet, sweeter, honey- caramell

Zu guter Letzt: Das Experiment mit dem Karamell Malz Met ist gescheitert, aber auf den Malz Met bin ich dennoch gespannt. Ich erzählte einer Kollegin davon, diese (selber ein großer Karamell Fan), fand die Idee von einem Karamell Met toll und stachelte mich an, den Faden wieder auf zu nehmen. Nach kurzem googeln fand ich auch die Lösung. Ein namenhafter Hersteller produziert Karamell Sirup zum Frühstück. Perfekt.

1kg Karamell Sirup (gold- gelb), 1kg Honig. Geplant waren 4l Wasser, gepasst haben aber nur 3,5l. Hier griff ich auch wieder auf meinen Favoriten, die Sekthefe zurück, etwas Nährsalzt und es kann los gehen. Jetzt wird der Met demnächst gären und wenn da mal alles soweit ist, süße ich je nach Geschmack mit dem Karamell Sirup nach. Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass diese Sirupgeschichte sehr dominant ist, so dass ich evtl. auch eher mit Honig nachsüße. Mal schauen.

Der Karamell Met soll einen "Spitznamen" bekommen, ähnlich wie der Lakritz Met: Darkclaw. Als Comic Fan finde ich Anspielungen auf Helden gut, mir schwebt "Sun Spot" im Kopf herum, ein X- Men, aber ich werde noch ein wenig überlegen.

Coming Soon...

Mir schweben natürlich auch ein paar weitere Projekte im Kopf herum, wozu ich jetzt erst mal noch nichts großes sagen möchte, sind aber ein paar interessante Sachen dabei. Waldmeister habe ich erst mal aufgeschoben. Wenn die Ananas abgefüllt ist (dauert noch einige Monate, bis der Met soweit ist), kommt da erneut was tropisch- fruchtiges rein. Was mich im Moment sehr reizt, ist der Apfel- Minz Met. Dieser wird sein "Zuhause" aber wohl in einem 20l Fass finden, da ich mir davon sehr viel verspreche. Ein Rezept steht auch schon.

 

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