Kapitel 10

Zur Abwechslung hat sich mal wieder eine Menge getan, da würden sich schon fast zwei Einträge für anbieten, aber ich fange mal von vorne an:

Ananas Met
Ananas Met

 

 

 

 

 

Ich zog für einiger Zeit die Hefe vom Malz Met ab, aber auch Ananas und Karamell mussten dran glauben. Dank dem tollen Nylon Netz konnte ich auch die Malzhülsenreste aus dem Malz Met abschöpfen. Den Ananas Met musste ich beim abziehen des Bodensatzes probieren, dieser hat so wunderbar geduftet... So lecker <3

Malz Met im Schlauch
Malz Met im Schlauch

Die große Überraschung verbarg sich dann im Malzfass, einen richtig dicken Schmock fand ich am Boden vor, so zähflüßig wie ich es noch nie gesehen hatte. Auch nach dem Ausgießen in den Abfluss quälte sich der Schmock durch die Rinne. Im Schlauch beim Abziehen hatte der Malz Met eher was von Cola, eine schöne dunkelbraune, aber zum großen Teil klare Flüßigkeit.

Met Tasting

Dann traf ich mich am vergangenen Wochenende mit Freunden zum Met Tasting. Dieses Mal ohne meine Freunde der "Metfreunde Ronsdorf" sondern eine neue spannende Konstellation: Ein erfahrener Weingenießer und und Whyskiekenner. Ich präsentierte sieben Sorten, fünf aus eigener Herstellung. Einen gekauften Met aus dem Netz (Waldmeister) und einen geschenkten Met (Bratapfel).

Der Waldmeister Met wurde zu erst probiert und wie schon zuletzt mit den Metfreunden Ronsdorf, kam dieser unheimlich schlecht weg. Der Waldmeistergeschmack war synthetisch und der Geschmack des Honigs blieb aus. Dann probierten wir ein paar Junge Sorten aus eigner Herstellung. Karamell und Malz, aber auch BBQ, Schokolade und Ananas.

Der junge Karamell Met ist noch recht ungereift, schmeckt aber schon sehr gut. Vor einigen Wochen nippte ich mal und da war er schrecklich süß. Meine Hoffnungen sind eingetreten und die Reife hat die Süße genommen. So sehr, dass ich demnächst mit ein wenig Karamell nachsüßen kann, damit der Geschmack auch noch was nach vorne tritt.

Der Malz Met ist sehr trocken und auch nicht so wirklich süß, aber der Malzgeschmack ist präsent. Hier wird mit Honig nachgesüßt und dann abwarten.

Der BBQ Met war ein totaler Reinfall und das Experiment "BBQ- Met" ist offiziell eingestellt worden und der Met entsorgt... Schade...

Die großen Gewinner waren Ananas und Schokolade! Beides kam sehr gut an und ich war schon vorab stolz auf die beiden Sorten, aber der Stolz wurde an dem Abend nur bestärkt.

Zm Schluß wurde dann noch der Bratapfel Met probiert, der einiges mehr an Aromen im Mund spüren lässt, als die eigenen Sorten, aber im Vergleich dann recht wässrig schmeckte, obwohl dies ein recht guter Hersteller ist.

Im Laufe des Abend holte ich auf Bitten noch eine Flasche Himbeer Met aus dem Keller, der mich erschrecken ließ. Die Gäste waren zwar angetan vor der leichten kohlensäuren Note, ich aber fand es sehr grausig, wie ich soetwas abfüllen konnte... dazu später aber mehr.

Alles in allem war es ein toller und netter Tag, den wir auch noch mal wiederholen werden. Jetzt warte ich auf das Abfüllen und dann kann die nächste Runde Met ansetzen los gehen.

Waldmeister - Karamell Malz - Karamell - BBQ - Ananas - Schokolade - Bratapfel
Waldmeister - Karamell Malz - Karamell - BBQ - Ananas - Schokolade - Bratapfel

Da der BBQ Met nun geschichte war, hatte ich mein "Ruh- Fass" wieder frei. Der Himbeer Met wurde umgefüllt und reift in dem Fass zu ende, wo er die Tage aber auch nachgesüßt wird. Auch der noch mal zur Ruh gestellte klassische Met musste entsorgt werden, dieser muss umgekippt sein oder so, auf jeden Fall war da nichts mehr zu retten. Der Schoko Met wurde in große Flaschen abgefüllt und auch der Rest Lakritz Met steht nun geklärt (soweit es letztlich ging) im Keller. Mit dem Schokoladen Met und auch mit der Ananas habe ich einen Standart erreicht, den ich halten möchte! Vom Geschmack her aber auch von der Schönung. Alleine durch das Kieselsol kann man den Met schon sehr schön klar bekommen. Bei größeren Ansätzen lohnt sich dann auch das Klären mit dem Filter.

Dies war dann auch ausschlaggebend, wieso die Himbeere zurück ins Fass musste. Da büße ich für einen Fehler, den ich machte, weil ich es nicht besser wusste. Mittlerweile weiss ich die Zeit im Fass zu schätzen und gönne sie dem Met. Auch die Geschmäcker in den unterschiedlichen Stadien lassen sich besser beurteilen, so dass ich mittlerweile schon eher sagen kann, ob der Met potential hat oder nicht.

Die nächsten Anschaffungen werden wohl zwei 20l Fässer sein, welche dann auch meine Kapazität ausschöpfen. Vom Platz, wie auch vom Aufwand her. Neben dem Met muss auch noch Zeit für die Frau sein. Und mal die Füße hoch legen und ein Comic lesen, will man ja schließlich auch mal machen ;-)