Kapitel 1

Mein "Met- Schrank"
Mein "Met- Schrank"

Herzlich Willkommen auf der Homepage "Met Blog Ronsdorf".

Durch andere Hobbys war der Kontakt zum Met schon immer irgendwie vorhanden, im Dezember 2016 packte es mich dann aber richtig fest und ich setzte mich mit einem guten Arbeitskollegen (nennen wir ihn mal "Bruce") zusammen und ließ mir die hohe Kunst der Metherstellung erklären. Zuvor schon machte ich mich im World Wide Web schlau, aber es gibt so viele Rezept mit so vielem drum und dran... Das schreckt ab.

Bruce erklärte es recht simpel und nur das Nötigste an Extras wird beigefügt.

So machte ich mich kurz nach Weihnachten (es war der 25.12.2016) an meinen ersten Ansatz. Ganz klassischer Met, fünf Liter im zwölf Liter Fass.

Und es kam wie es kommen musste... Der Met war eher (unteres) Mittelfeld...

Aus Angst ihn zu süß zu machen, nahm ich zu wenig Honig und letztlich wurde der Met sehr dünn, auch späteres nachsüßen konnte nicht viel retten. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und so setzte ich im Februar meinen zweiten Ansatz an: Himbeer Met.

Man kann beim Herstellen vom Met so viel experimentieren, dass finde ich sehr spannend und ist nur einer der Gründe, der mich an der Herstellung fasziniert.

Der Himbeer Met ist noch recht simpel. Den Honig mit was Himbeer Tee auflösen, mit Wasser auffüllen und wenn die Gärung schön im gange ist, kommen TK- Himbeeren hinzu.

Klingt einfach? Ist es auch eigentlich, natürlich passiert da noch etwas mehr, aber so ist ungefähr der grobe Ablauf.

Aber auch beim zweiten Versuch war wohl ein bisschen wenig Honig im Ansatz... Durch die Himbeeren ist das ganze sehr sauer geworden, man schmeckt den Met raus, aber er bleibt sauer... Hier werde ich noch mal nachsüßen müßen.

Der Scholaden Met
Der Scholaden Met

Im April besorgte ich mir einen kleinen Gärballon (fünf Liter) um das ein oder andere aus zu probieren. Denn auch wenn Honig und Wasser nicht die Welt kosten, möchte man ja ressourcenorientiert arbeiten.

Ich setzte drei Liter Schokoladen Met an. Eine sehr spannende Sache, die Bruce und ich schon länger verfolgen. Bruce versuchte sich schon mal am Schokoladen Met, aber dieser brachte nicht so ganz den gewünschten Erfolg.

Bei Recherchen wurden wir im Netz fündig und bestellten einen fertigen Schokoladen Met, um zu testem, ob der ganze Aufwand letztlich auch schmeckt.

Man war das ein sch**ß! Der bestellte Schokoladen Met schmeckte nach der billigsten Weihnachtsschokolade mit billigem Fusel gepanscht und viel Zucker... Einfach nur ekelhaft.

Da packte mich der Ehrgeiz und ich sagte mir "Das kannst du besser!".

Drei Liter Wasser, Sekthefe und 1,5kg Honig in den Gärballon. Bruce empfahl mir "Schoko Nibs", also die geschrotete Kakaobohne. Auf die grad genannte Menge nahm ich 50g pro Pfund Honig. Zu Beginn schwammen die Nibs auf dem Honig, ganz langsam sanken sie unter den Oberflächenspiegel. Ab und an sinkt auch mal ein Stück nach unten und "tanzt" dann durch die Gärung in dem Ballon.

nach Insgesamt zehn Tagen Gärung (wovon die Nibs erst vier Tage im Ballon waren) war ich dann doch neugierig, denn es roch sehr stark nach Schokolade.

Der Met schmeckt sehr süß (die Nibs haben gar keinen Zucker, schmecken bitter) und im Abgang schmeckt es, wie ein Schokobrötchen, ganz entgegen meinen Erwartungen. Nun... noch ist der Met sehr jung und ich hoffe darauf, dass die Süße ein wenig verfliegt.

Himbeere (links) & Ananas (rechts)
Himbeere (links) & Ananas (rechts)

Zeitgleich mit dem Schokoladen Met setzte ich auch Ananas Met an. Hier auch im größeren Stile: 3,5kg Honig und sieben Liter Wasser. Wieder mit der Sekthefe, die ein Bombentempo bei der Gärung vorlegt.

Und wenn etwas toll ist an dem Hobby, dann wohl auch das regelmäßige Probieren :-D

Nach zehn Tagen macht es eigentlich keinen Sinn zu probieren, es hat sich nicht all zu viel getan, man probiert eher einen süßen Saft. Und so schmeckte der Met dann auch recht süßlich und einen Hauch nach Ananas. Was nicht so toll war, der Met roch nach Furz. Als ob einer ins Fass gepubst hat... Könnte an dem "entsaften" der Ananas liegen, ich weiss es nicht so genau...

Man braucht Geduld, viel Geduld. Manchmal habe ich die nicht, dann bin ich sehr neugierig, aber in der Regel bringt das Warten den erwünschten Zweck und so hoffe ich, dass sich der Furzgeruch verflüchtigt ;-)

Das ist der aktuelle Stand meiner Ansätze.

Die Himbeere ist zum ersten Mal abgezogen, allerdings nur die Früchte, ich wollte den Himbeer Met noch ein wenig gären lassen und habe geguckt, dass noch was Hefe vom Boden des Fasses mit umgefüllt wird. Der Schoko- und Ananas Met sind noch voll in der Gärung. Bei der Ananas zieht grad das Antigel den Saft aus der Frucht und beim Schoko Met schwimmen die Nibs einfach oben auf... Durch den Ballon kann man schön den Gärprozess beobachten. Die Nibs haben den Met etwas dunkel verfärbt und oben am Rand ist einiges an Schaum. Nun heiß es warten.

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